3.Witz

Ein ganz normaler Tag

Ich werde jetzt von einer Zeit erzählen, die man sich kaum vorstellen kann. Von einer Zeit, die man heute eigentlich gar nicht mehr kennt. Von einer Zeit, wo in heutigen Großstätten keine Menschen anzutreffen waren. Wo man sehr selten ein Auto sah. Wo keine Ampelregelung benötigt wurde. Wo es noch still war, auch mitten in der Stadt.
Ich rede von einer Zeit, wo selbst Gott noch geschlafen hat.

4.30 Uhr morgens!

Es ist doch echt unglaublich. Da wache ich morgens auf, und stelle fest, es ist erst 4.00 Uhr. Na, da denkt man sich doch automatisch: ... SCHEISSE! Was soll ich denn so früh machen?? Natürlich ist man in dieser Situation so fit, dass man nicht mehr einschlafen kann.
Also steht man auf, und denkt sich: Was mache ich denn da? Mein Geist ist wach, doch mein Körper schläft noch?? Na ja, jedenfalls bleibt das Hosenzelt heute mal aus. Muss ja auch nicht immer sein.

Außerdem ist es doch mal schön zu erfahren, dass man so viel besser das Klo trifft.

Und dann steht man vorm Spiegel, und sieht sich an, man ist gut drauf, genau so wie die Pickel, die sind in einer lustigen Anordnung über Nacht gewachsen: Als Streifen mitten übers Gesicht.

Dann versuchst du, krampfhaft dieses... dieses... DING auszudrücken, bis zu merkst, daß der Streifen der Rest der Telefonnummer ist, die deine Ex mit Lippenstift auf den Spiegel gemalt hat. Aber da ist es auch schon zu spät, und deine Backe ist übersät mit blaugrünen Quetschungen. Na ja, auch da muß man mal durch...

Dann zieht man sich an, Teil für Teil, mal richtig nobel.

Und dann schüttelt man das Bettkissen aus. Dann die Bettdecke. Und dann den... den.. wo ist denn der Schlafanzug?

Und mit einem Schaudern merkt man, dass man ihn immer noch an hat. Unter den Klamotten.
Aber auch das kriegt man hin.

Dann beim Frühstück gibt man sich Cornflakes in die Schale, während man die Zeitung von gestern liest, und fängt an zu essen. Irgendwie schmeckt es seltsam, und du merkst, dass die Maus mal wieder in der Schachtel war und Häufchen gemacht hat. Ein Blick auf die Schale verrät dann, dass eigentlich gar keine Cornflakes mehr drin sind. Nebenbei bemerkst du, dass du deinen Kaffee anstatt Milch darüber gegossen hast.
Da überkommt einen dann auch schon die Angst, dass man sich auch keinen Zucker in den Kaffee getan hat. So ist es dann auch. Dafür ist der Aschenbecher leer.

Im Zug, auf dem Weg zur Arbeit, ist man wieder eingepfercht, dass man sich nicht bewegen kann. Die Arme verschränkt in den Lehnen, die Beine eingeklemmt unterm Sitz.
Und ausgerechnet da denkt sich mein Körper: Sooo, ich könnte jetzt mal wach werden.... ...und das tut er dann auch... mir bleibt aber auch nichts erspart. Ganz unauffällig halte ich dann die eine Seite meiner Jacke so über die Hose. Aber irgendwie wirkt dir Frau, die mir gegenüber sitzt, als wüsste sie´s.

Später bemerke ich dann, dass es wohl eine Art Krampf im Gesicht sein musste, geil zu grinsen, denn als der Schaffner kam, so ein alter grauer Gnom, und sie keine Karte bei sich hatte, war sie immer noch so am grinsen.

Leute gibt´s.

Angekommen steige ich aus, und gehe Richtung Firma, als mir plötzlich ein riesiger Schrecken durch alle Glieder, steif oder nicht steif, fährt:

"Habe ich nicht Urlaub...??"

28.1.07 20:04

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